Patientin starb nach Abtreibung: Ärzte vor GerichtBochum/Herne. Vor dem Bochumer Landgericht wird am 27. Januar ein Prozess wegen eines tödlichen Schwangerschaftsabbruchs geführt. Eine Frau (34) war zehn Tage nach dem Eingriff gestorben. Die Hinterbliebenen wollen von den Ärzten 160000 Euro. Einer wurde bereits wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Ein tödliches Drama um eine Kindesabtreibung wird am nächsten Mittwoch vor dem Bochumer Landgericht verhandelt. Der Fall birgt solche Emotionen, dass die 6. Zivilkammer den Prozess in einem extra gesicherten Gerichtssaal führt. Rein vorsorglich, um die Beklagten zu schützen. Schließlich hatte es einmal vor der Praxis des Frauenarztes eine kleine Demo von vielen Hinterbliebenen, Bekannten und Freunden gegeben. Am 20. September 2007 hatte eine 34-jährige Frau in der Praxis eines Herner Frauenarztes einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Der Eingriff geriet außer Kontrolle. Die narkotisierte Patientin musste sofort ins evangelische Krankenhaus Herne gebracht werden: Not-Operation. Doch die Ärzte dort konnten sie nicht mehr retten. Die Frau verstarb zehn Tage später. Urteil wegen fahrlässiger TötungDer Anästhesist (63), der in der Praxis die Narkose verabreicht hatte, ist deshalb bereits auf Antrag der Bochumer Staatsanwaltschaft zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden - wegen fahrlässiger Tötung. Das Urteil erging ohne Prozess, per Strafbefehl. Es ist rechtskräftig. Laut Urteil waren Medikamente überdosiert worden. Der Blutdruck stürzte ab. Die sich anbahnende Krise wurde verkannt. Beim Frauenarzt kein Kunstfehler feststellbarDas Verfahren gegen den Gynäkologen indes wurde eingestellt. Oberstaatsanwalt Wolfgang Dörsch sagte am Freitag auf WAZ-Anfrage: „Ein ärztlicher Kunstfehler war nicht feststellbar.” Jetzt werden beide Ärzte von den Hinterbliebenen noch zivilrechtlich belangt, zusätzlich auch das Krankenhaus. Nach Auskunft von Gerichtssprecher Thorsten Wienecke fordern die Mutter und der Bruder der Verstorbenen 150 000 Euro Schmerzensgeld. Ein solcher Anspruch kann vererbt werden. Die Mutter will weitere 10 000 Euro wegen eines „Schockschadens”. Dem Frauenarzt werfen sie vor, die Gebärmutter verletzt zu haben. Und dem Krankenhaus, keine blutdruckerhöhende Medikamente verabreicht zu haben, obwohl das erforderlich gewesen wäre. Die Vorwürfe werden von den Beklagten zurückgewiesen, auch von dem Narkosearzt. "In außerordentlicher Weise beeindruckt"Der Mann ist wegen des Dramas „in außerordentlicher Weise beeindruckt”, wie Oberstaatsanwalt Dörsch sagte. Er sei „geknickt” und fühle sich eigenen Angaben zufolge nicht mehr in der Lage, weiter zu arbeiten. Zum Prozessauftakt am 27. Januar werden zwei medizinische Gutachter aussagen. Quelle: derwesten.de 22.01.2010 |
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Tod bei AbtreibungJetzt spricht der Frauenarzt
Herne – Der rätselhafte Tod der schönen Juliet († 34). Es sollte ein Routineeingriff werden, doch die junge Frau fiel ins Koma und starb Jetzt spricht der Mediziner! Dr. Roland Mai (51) ist seit 23 Jahren Frauenarzt, ein erfahrener Mann. Er wollte eine Abtreibung bei der Bürokauffrau vornehmen. Kein schwieriger Eingriff, Patientinnen können danach gleich wieder gehen. Doch bei dieser OP öffnete sich der Muttermund nicht: „Ich wollte ihn dehnen, doch dabei entstand ein Loch in der Gebärmutter.“ Der Frauenarzt ließ Juliet daraufhin in Vollnarkose legen, machte eine Bauchspiegelung: „Ich stellte fest, daß es keine Blutung gab, keine Gefahr bestand. Allerdings konnte ich den Eingriff nicht weiter vornehmen, das sollte im Krankenhaus passieren. Ich ging raus, fragte bei verschiedenen Kliniken an.“ Während Dr. Mai telefonierte, stürzte die OP-Schwester in den Raum. „Sie rief, dass es plötzlich zum Herzstillstand gekommen sei. Ich bin sofort rübergerannt.“ Juliet starb nach zehn Tagen im Koma in der Klinik. Dr. Mai: „Auch ich will eine Aufklärung, unterstütze die Ermittlungen.“ Quelle: Bild.T-Online 30.10.2007 |
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Schöne Juliet (34)Tod beim FrauenarztVon FRANK SCHNEIDER
Herne – Sie hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, diese Entscheidung gegen das werdende Leben in sich. Doch was beim Frauenarzt die routinemäßige Beendigung einer Schwangerschaft sein sollte, tötete auch sie. Die hübsche Bürokauffrau starb beim Gynäkologen! Juliet A. (34) aus Herne (NRW) wurde ungeplant von ihrem Freund schwanger – gerade, als sie sich mit einem Handy-Shop selbstständig machen wollte. Ihr Bruder Toni (31): „Ein Baby paßte jetzt einfach nicht in ihren Lebensplan. Sie beschloß den Schwangerschaftsabbruch.“ Morgens um halb sieben hatte sie den Termin bei Frauenarzt Dr. Roland Mai (51). Der erfahrene Mediziner (praktiziert seit 23 Jahren): „Sie war in der achten Woche, hatte einen Beratungsschein dabei. Dieser ambulante Eingriff dauert nicht lange, die Frauen können danach wieder heim.“ Juliet aber kam nie wieder nach Hause. Es gab Komplikationen. Juliets Vater Nayil A. (59): „Angeblich gab es eine Blutung. Nach über einer Stunde mußte der Notarzt in die Praxis kommen.“ Schon in Lebensgefahr wurde Juliet ins Krankenhaus gebracht. Ihre Mutter Sara (56): „Als wir dort ankamen, sagte der Oberarzt sofort: Es sieht sehr schlecht aus.“ Zehn Tage lag ihre Tochter im Koma. Dann starb sie in den Armen ihres Vaters. „Ich habe ihre Hände gehalten, bis sie immer kälter wurden.“ Die Staatsanwaltschaft Bochum hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, Juliets Leiche wurde obduziert, Unterlagen in der Praxis sichergestellt. Der Frauenarzt selbst hat für den tragischen Tod keine Erklärung: „Ich kann nicht begreifen, warum bei einer so vitalen Frau plötzlich das Herz stehen blieb. Mir tut das sehr leid für die Familie, aber ich habe keinen Fehler gemacht.“ Quelle: www.bild.t-online.de 29.10.2007 |